Ägypten ( El Gouna )

Vom 06. - 17.April Schnorchel- und Strandurlaub am Roten Meer
 

 

Huch, was ist denn mit den Friedrich´s los? :-)


 

Mal eine ganz andere Art von Urlaub.... warum?

 

Irgendwann kamen wir auf die Idee, dass wir den Kindern auch mal eine andere Art von Urlaub zeigen müssten.
Zwar haben sie nichts vermisst und der nächste Urlaub mit Zelt in Norwegen war in den Köpfen schon geplant, aber natürlich möchten Jugendliche auch mitreden und da Nico und Felix noch nie geflogen sind, dachten wir über einen Urlaub "etwas weiter weg" nach. Felix äußerte mal den Wunsch zu Schnorcheln und tolle bunte Fische zu sehen. Also sollte es ein Strandurlaub werden. Aber wenn schon Hotel Pauschalurlaub, dann auf jeden Fall keine Tourihochburg mit Hochhäusern. Als etwas ökologisch eingestellte Familie haben wir Bauchschmerzen wegen des Fliegens gehabt. In der Zeit, wo weltweit Menschen für das Klima auf die Straße gehen, steigt die Familie Friedrich auf das Flugzeug um.... :-(  

Dank einer Ausgleichszahlung an Atmosfair.dehielt sich das schlechte Gewissen jedoch in Grenzen und der NABU bekommt für regionale Projekte auch weitere Unterstützung finanzieller Art.

Blieb aber noch die Frage, wohin die Reise gehen soll.... Bei dieser Art von Urlaub sind ja wir totale Laien und das Internet zeigte uns entweder unbezahlbare einsame Südseestrände oder furchtbare Massenbauten. Irgendwann waren wir durch Zufall im Phönixcenter in Harburg und mussten etwas Wartezeit überbrücken. Wir sahen ein Globetrotter Reisebüro und gingen einfach mal rein. Das war genau richtig! Dort trafen wir Corina, eine sehr nette und sympathische Reisefachfrau, die uns super beraten hat. Beim ersten Mal schon über eine Stunde. Als wir unsere Wünsche geäußert hatten, blieben nur noch Ägypten und Malediven über und als wir dann über unser Budget sprachen, blieb nur noch Ägypten. Das passte auch, da Corina schon oft dort war und sich sehr gut auskennt. Sie empfahl uns El Gouna und alle Vorurteile waren verschwunden, als sie uns diesen Ort zeigte und alles erklärte. Kleine Hotelbauten, tolle Schnorchelgegend und sehr liebevoll und großzügig angelegte Anlagen. Kaum Verkehr, also alles gut zu Fuß erreichbar und El Gouna hat sogar Preise für nachhaltigen Tourismus erhalten. Hannes Jänicke hat auch mal sehr positiv über El Gouna berichtet und er ist ein Umweltaktivist, den wir sehr mögen. Es passte alles! Dazu kam noch, dass Corina vor Ort einige Leute kannte und so einige Insidertipps für uns hatte. Nach einigen Wochen Bedenkzeit buchten wir bei ihr die Reise, haben uns aber für den Flug ab Nürnberg entschieden, dass dieser sehr viel günstiger war. Je mehr wir in den nächsten Wochen über El Gouna erfuhren, desto mehr freuten wir uns und wir waren uns sicher, dass selbst wir Hotelhasser, die lieber unter freiem Himmel schlafen, mit El Gouna die richtige Wahl getroffen haben. Felix freute sich auf die private Schorcheltour mit Delfinen an einem Riff und selbst Nico, der überhaupt keinen Bock auf Hotel hatte, wurde mit der Aussicht auf Kitesurfing und einer Quadtour durch die Sahara bestochen und freute sich dann auch. Auch wenn er es nicht zeigen wollte.


 

Samstag, 6.April / Sonntag 7.April
 

Um 10 Uhr starten wir Richtung Nürnberg. Die letzten Tage waren recht  anstrengend, da Felix sehr aufgeregt war, was von Stunde zu Stunde schlimmer wurde. Das Navi ist noch auf sparsame Route eingestellt und so verlassen wir auch schnell wieder die Autobahn und fahren durch kleine Dörfer und über schöne Landstraßen, so entkommen wir auch dem Ferienverkehr und kommen sogar am Rennsteig vorbei, den wir bald wandern wollen. In Nürnberg genießen wir einen Döner,bevor es auf den Parkplatz geht. Am Flughafen angekommen, haben wir noch über 4 Stunden Zeit und genießen die Ruhe. Nürnberg ist kein Vergleich zu Hamburg. Der Airport ist klein und ruhig, fast menschenleer. Nur sehr selten startet oder landet ein Flugzeug. Spannend wird es in der Sicherheitszone, als Meikes Handgepäck durchleuchtet wird und der Sicherheitsmann etwas verdächtigtes entdeckt. Meike hat vergessen, ein Taschenmesser aus dem Rucksack zu nehmen und das ist eindeutig auf dem Röntgenbildschirm zu sehen. Aber es gibt keinen Ärger, das Messer wird entsorgt und Meikes Bordkarte wird notiert. Wahrscheinlich wird der Crew am Bord mitgeteilt, dass sie ein Auge auf die Dame mit Messer haben soll :-) Ich, also Stefan, bin schon etwas genervt. Es wird voll, wir stehen mit vielen Touristen in der Schlange zum Check-In, später am Bord wird es noch enger. Dicht an dicht ... ich sehne mich nach den bisherigen Urlaubsfahrten im Auto oder dem Zug. Fliegen ist definitiv nicht mein bevorzugtes Reisemittel. Als wir das Flugzeug betreten, zeigt sogar der coole Nico, dass er aufgeregt ist und als das Flugzeug startet, findet er es auch sehr spannend und legt sich schon mal die Kotztüte bereit. Der Flug geht zum Glück schnell vorüber. Es ist furchtbar eng und laut, weil viele Kleinkinder an Board sind, die natürlich den Druckausgleich nicht hinbekommen und entsprechend "ungehalten" sind. Wie kann man den Kindern das nur antun? Gegen 4 Uhr landen wir in Hurghada  und werden bereits erwartet. Ein kleiner gemütlicher Bus bringt eine Handvoll Touris in ihre Hotels. Zu unserem fährt er zum Schluss und so bekommen wir eine Stadtrundfahrt durch Hurghada. Furchtbar! Ein Drecksloch! Schon der Flughafen ist verdreckt und in der Stadt wird es noch schlimmer. Scheinbar besteht die ganze Stadt entweder aus verwaisten Baustellen oder Ruinen und dazwischen Müll. Umso mehr freuen wir uns, als wir die Stadt verlassen und uns El Gouna nähern. Überall bewaffnete Sicherheitskräfte, auch nach El Gouna kommt man nicht ohne durch zwei Sicherheitsposten zu müssen. Der Ort gefällt uns jetzt schon sehr. Ein Dorf, bestehend aus div. kleinen Hotelanlagen, kaum Straßenverkehr, eigentlich nur Fußwege durch schön angelegte Parks. Unser Hotel Sheraton ist sehr gemütlich und Nobel. Wir werden freundlich begrüßt. Wie erwartet, ist unser Zimmer wohl erst gegen 13 Uhr frei, aber der freundliche Mitarbeiter kann für uns was drehen. Wir bekommen kein Familienzimmer mit Lagunenblick, sondern zwei einzelne Zimmer eine Klasse höher mit Meerblick und das eine ist schon um 9 Uhr fertig. Wir sind total kaputt, setzen uns erst mal auf die große Terrasse am Meer und genießen die Ruhe. Es ist wirklich sehr schön hier und wir sind erleichtert. Adams Hotel war die richtige Entscheidung. Nach dem Frühstück am riesigen Buffet gehen wir baden, schauen uns das Fitnessstudio an, welches wir öfters benutzen werden und am Nachmittag gehen wir Schnorcheln am Hausriff. Tolle Korallen und tolle Fische! Es gibt auch eine Poolanlage, aber die ist nichts für uns. Ziemlich voll und es wird deutsche Musik gespielt. Warum geht man an den Pool, wenn man das Meer vor der Tür hat? An unserer weißen Hautfarbe kann man noch gut erkennen, dass wir frisch angekommen sind. So werden wir öfters von den Verkäufern von Touren, Surfkursen und Co. angesprochen, aber immer nett und höflich. Nicht aufdringlich. Hier sind sowieso alle Mitarbeiter sehr freundlich und vor allem ist es ruhig und locker. Keine Spur von Stress oder Menschenmassen und das obwohl die Hotels ausbucht sind. Wir erfahren von der Reiseleitung, dass dies El Gouna quasi ausmacht. Auf einer großen Fläche sind relativ wenig Betten untergebracht. So wird es nie zu voll und es herrscht immer eine entspannte Atmosphäre. Das Mittagsbuffet ist furchtbar. Es gibt wirklich alles und noch viel mehr. Wir müssen uns echt zusammenreißen, sonst kommen wir kugelrund wieder. El Gouna ist sehr sauber und liebevoll angelegt. Es wird auch Venedig genannt. Viele kleine Holzbrücken führen über die Lagunen durch die Anlagen. Auf den wenigen Straßen fährt höchstens mal ein Tuctuc und auf den Wegen vielleicht mal ein Golfcar, mit dem die Gäste zu ihren Zimmern gebracht werden, so wie wir auch. Es wird viel deutsch gesprochen, viele Schilder sind auf deutsch und die meisten Gäste scheinen Deutsche zu sein. Ok, das war uns klar. Dies ist kein Urlaub, um die Kultur und die Menschen kennen zu lernen. Auffallend ist aber, dass es keine weiblichen Angestellte gibt. Ob Rezeption, Kellner, Küche oder Reinigungskraft.... alles Männer.  Die Kinder entspannen sich auch langsam. Wir spüren, dass es ihnen hier gefällt und sie müssen sich nicht ein Zimmer mit Mama und Papa teilen, sondern haben ihr eigenes Reich.  Vor dem Abendessen besuchen wir noch das Fitnessstudio, in dem sogar ein Trainer für uns bereit steht und es besonders auf Stefan abgesehen hat. Wahrscheinlich denkt er sich, dass Stefan Hilfe am nötigsten hat. Es dauert aber nicht lang, da hat er eingesehen, dass Stefan lieber allein seine eigenen Übungen macht. Er ist aber trotzdem sehr freundlich gibt's weiterhin Tipps. Nach dem Abendessen gehen wir früh ins Bett, bekommen aber vorher noch etwas Aktion. Gegen die Moskitos werden Abends und Morgens alle Pflanzen mit dichtem Nebel belegt. Eine laute und eindrucksvolle Geschichte. Was genau versprüht wird, wissen wir nicht, aber da die Verursacher keine Masken tragen und auch die Touris nicht gewarnt werden, gehen wir einfach mal davon aus, dass es nicht schädlich für Menschen ist. Es scheint eher eine Art Wasserdampf zu sein.




Das Hausriff:






 


 

Montag, 8.April

Wir haben sehr gut geschlafen, klar, nach dem anstrengenden Tag gestern.... Auch stehen wir heute nicht früh auf, um Sport zu machen, sondern schlafen bis 8:30 Uhr und gehen dann zum Frühstück, welches sehr lustig ist. Was auf Helgoland die Möwen, sind auf El Gouna die Spatzen, nur nicht so aggressiv. Sogar IM Restaurant fliegen sie durch die Gegend und betteln. Das Buffet ist gigantisch. Es gibt wirklich alles und in riesiger Auswahl. Meike und Stefan reißen sich echt zusammen, Nico und Felix nicht, aber bei Ihnen schlägt das Essen auch nicht so schnell an. Unser Klo ist verstopft, eine witzige Story, da der Handwerker kommt, es repariert und als wir es testen, ist es noch immer verstopft. Der zweite Handwerker baut das ganze Klo ab und kommt dann mit einer "Tüte" Silikon o.ä. wieder und alles ist in Ordnung. Bis sich Stefan auf das Klo setzt und feststellt, dass es sehr locker ist und nur von der Silikonmasse gehalten wird. Der dritte Handwerker kommt und betoniert die Kloschüssel fest. Bei der Silikonmasse hält er es mit dem Motto "Viel hilft viel"':-) Es sieht sehr lustig aus, wenn man den deutschen Standard gewohnt ist. Zu sehen auf den Fotos von unserem Zimmer. Heute steht eine private Segway-Tour auf dem Programm, die Corina noch für uns gebucht hat. Wir werden von 2 Tuctucs vor dem Hotel abgeholt und nach Downtown gebracht. Ein Fehler, da die Segwaytour an der Marina startet. Also nehmen wir uns ein Tax zum Startpunkt. 10 Min Fahrt, 3 Euro. Natürlich erfahren wir in den 10 Minuten die gesamte Lebensgeschichte des Taxifahrer und haben hinterher seine Telefonnummer, falls wir noch weitere Touren machen wollen.  Ashraf, unser Segway-Guide, ist ein Freund von Corina und so sparen wir uns die übliche Vermittlungsgebühr an den Reiseveranstalter. Das Wetter ist perfekt für die Tour. Es ist bewölkt. Ohne Wolken wären die Tour bestimmt die Hölle gewesen....Wir haben sogar unterwegs ein wenig Regen... nur ein paar Tropfen, aber das ist schon lustig. Jetzt haben wir doch noch etwas Skandinavien-Feeling :-) Nico hatte kein Bock auf Segwayfahren... das ändert sich aber schnell. Er ist der  coole und hat die Sache sofort in Griff. Felix auch, aber er ist da etwas vorsichtiger. Schließlich hatte er auch schon einige Brüche mehr in seinem Leben. Meike und Stefan stellen sich etwas blöder an. Besonders Stefan fährt immer sehr langsam und vorsichtig. Dabei steht er bereits zum zweiten Mal auf einem Segway, aber beim ersten Mal hat er einen Sturz gesehen und ist entsprechend vorsichtig. Aber schnell sind alle auf den Geräten zu Hause und Ashraf fährt mit uns über 2 Stunden durch ganz El Gouna. Er ist sehr lustig und macht seine Späße mit uns. Nico und Felix müssen in der Mitte fahren, Meike vorn. Das stört die Kids, da Meike zu langsam ist. Also hören wir vom Guide ständig: Jaaalla Meike....schneller Meike.  Die ganze Tour bringt allen sehr viel Spaß. Besonders Nico, der keinen Bock auf die Tour hatte, würde gern weiter fahren. Aber dann ohne die langsamen Eltern. El Gouna ist zwar relativ groß, aber das Zentrum ist überschaubar. Wir können eigentlich alles zu Fuß erreichen oder ein TucTuc für einen Euro pro Person nehmen. Der Ort ist überall so schick wie unsere Hotelanlage. Eigentlich hat man eher den Eindruck, dass es hier keine Stadt ist, sondern alles eine große Hotelanlage. So ist es ja quasi auch. Irgendwie gehört alles zusammen und daher hat man auch in fast ganz El Gouna das gleiche FreeWlan. Egal wo wir sind, nirgends ist es stressig. Und das trotzt Saison und ausgebuchter Hotels. Alle sind gelassen und sehr freundlich. 

Nach der Tour werden wir von einer Dame eines BeautySalons abgefangen , die uns das ganze Programm verkaufen will. Die Dame ist sehr energisch und hartnäckig. Wir aber auch und irgendwann hat sie eingesehen, dass sie an uns nichts verdient, bleibt aber freundlich. Wir nehmen für den Rückweg kein TucTuc, sondern laufen und lernen so auch noch etwas mehr von El Gouna kennen. Am Nachmittag, man soll es kaum glauben, haben wir richtiges Regenwetter. Es geht los, als Meike und Stefan ihren ersten Geocache im Ägypten machen. Ein richtig schöner Sommerregen, wie er eigentlich hier nur einmal im Jahr !!! vorkommt. Wir machen es uns im Bett gemütlich und schauen einen Film, danach geht es ins Fitnessstudio. Nach dem Abendessen Spazieren wir durch die Anlage und sind erstaunt über die vielen hübschen kleinen Wege. Die Kinder vergnügen sich später auf dem Zimmer und Meike und Stefan genießen den Abend mit Cocktails und Wein auf der Hotelterrasse mit Livemusik. Heute ist der 17.Jahrestag :-)






Stefan steht nur vom Vordergrund, weil das Segway nicht stillstehen wollte und langsam nach vorn gerollt ist :-)





Kurze Pause an einem Aussichtsturm






















 

Dienstag, 9.April
 

Meike und Stefan starten den Tag mit einer Joggingrunde über den 2 KM Parcour, der durch die gesamte Anlage führt. Vor 7 Uhr ist die Anlage wie ausgestorben und die Sonne hält sich auch noch zurück.

Heute machen wir uns einen faulen Strandtag. Direkt vor unserem Zimmer ist der Strand und so suchen wir uns schon vor dem Frühstück 4 Liegen aus. Natürlich reservieren wir sie nicht, typisch deutsch, mit einem Handtuch. Das geht hier auch gar nicht, da es einen netten Mitarbeiter gibt, der Handtücher verteilt. 2 Liegen sind immer zusammen mit einem Windschutz und einem Schirm. Natürlich sind hier noch andere Menschen, aber auch wenn später alle Liegen vergeben sind, ist es nie unangenehm voll. Kein Stress, kein Lärm, es bleibt trotzdem noch sehr privat und gemütlich. Auch der Service ist super. Wir können direkt an der Liege Getränke bestellen. All-Inkl. Sehr angenehm! Und wieder fällt auf, dass die Mitarbeiter sehr nett sind. Nicht nur, weil sie auf Trinkgeld aus sind, sondern es ist eine natürliche Freundlichkeit, die scheinbar alle Menschen hier in sich tragen. Wie gestern in der "Stadt" bei der Segwaytour. Was etwas nervt, sind die Tourenverkäufer, die am Strand nach Kunden suchen. Aber auch sie sind freundlich und nicht hartnäckig. Die Schnorcheltour und die Quadtour haben wir ja schon fest gebucht. Aber da es Stefan zu langweilig am Strand ist und er im Urlaub lieber jeden Tag auf Achse sein möchte, freut er sich, dass Nico sich eine Angeltour wünscht. Von einem nette Tourenverkäufer lassen wir uns beraten, lachen jedoch über den Mondpreis, den er uns anbietet und am Ende wird man sich einig. Am Freitag machen wir eine Privattour und fahren mit einem Schiff zum Angeln. Nico und Stefan gehen wieder zum Schnorcheln ans Hausriff und heute ist das Meer nicht so aufgewühlt. Tolle Korallen, tolle Farben, wunderschöne Fische. Heute sogar ganze Schwärme von Fischen, gefühlt hunderte oder tausende und wenn man mitten drin sich dahin gleiten lässt, ist es ein Gefühl, als wenn man selbst ein Fisch und ein Teil des Schwarms ist. Zum Hausriff muss man das Gelände vom Hotel verlassen und auch dort sitzt Security. Das ist sehr angenehm. Wir fühlen uns sehr sicher, da nur der auf das Gelände kommt, der hier auch hingehört. So können wir beim Baden auch Handy und Wertsachen auf der Liege liegen lassen. Auch die Terrassentür zur Wohnung lassen wir offen. Hier ist es wirklich sehr sehr sicher. Vor dem Mittag gehen die Kinder noch mal mit Meike Schnorcheln und Stefan schreibt diese Zeilen :-) Später geht Stefan mit Felix auf einen kleinen Basar außerhalb des Hotels, um Luftmatratzen zu kaufen. Etwas unangenehm, diese Händler. Sofort werden uns etliche andere Dinge gezeigt und wir werden mit Parfüm eingesprüht. Sogar Felix. Nachdem Meike noch mal ins Fitnessstudio geht und Stefan sich ausruht, da er die Sonne nicht so gut verträgt, geht es zum Abendessen und danach spazieren wir in der Dunkelheit durch die Anlage, bevor wir zum Abendprogramm auf die Hotelterrasse gehen. Wir bekommen noch was von der Kinderdisco mit und sehen dann eine langweilige Tanzshow an... Aber nicht lang...





 

Mittwoch, 10.April

Gestern Abend hat Felix sein Handy verloren. Stefan geht in aller Frühe mit ihm zur Rezeption, um den Verlust zu melden und dann gehen beide die Strecke von gestern Abend noch mal ab. Ohne Erfolg. Wir sind uns aber sicher, wenn es jemand findet, wird es garantiert abgegeben. Was anderes können wir uns hier einfach nicht vorstellen. Am Vormittag gehen wir zum Hafen, der Marina. Wir finden zwei Geocache und besuchen die Tauchschule, mit der wir die Schnorcheltour machen wollen. Eigentlich fährt man hier jeden Meter mit einem TucTuc, zumindest wenn man aus Deutschland kommt. Die Dinger kosten 1 Euro pro Person, egal wo man hin möchte. Wir laufen lieber und lernen so El Gouna besser kennen und als wir im Hotel ankommen, werden wir schon erwartet. Felix' Handy wurde am Strand gefunden und natürlich abgegeben. Wie gesagt, hier ist alles sehr ehrlich, sauber und fair. Nach dem Mittag machen wir eine kleine Mittagspause und fahren dann mit den TucTucs etwas weiter raus, zu einem LostPlace Geocache. Zwei alte Eisenbahnwaggons, nichts besonderes, aber nett gelegen, etwas außerhalb. Wir wandern zum Steigenberger Golfhotel. Dort gibt es einen Aussichtsturm. Bei der Security vom Steigenberger erkundigen wir uns über diesen Turm und sofort begleitet uns ein Wachmann zu einer Anlegestelle und ein Boot fährt uns zu dem Turm, was eigentlich nicht nötig ist, da es auch eine Brücke gibt. Aber auch hier läuft man scheinbar ungern. Auf jeden Fall war die Security sehr sehr freundlich und der Bootsführer auch, obwohl durch unsere Armbänder eindeutig erkennbar ist, dass wir HIER keine Hotelgäste sind. Das spielt aber keine Rolle. Auf dem Rückweg gehen wir noch nach Downtown. Quasi die Innenstadt mit Geschäften und Restaurants. Nett angelegt, aber halt nur eine Einkaufsmeile. Wir gehen in einen Supermarkt und schauen uns das Warenangebot hat. Viel bekanntes, aber auch viele uns unbekannte Waren. Auf dem Weg laufen uns immer wieder Katzen hinterher. Wild, mager und teilweise in keinem guten Gesundheitszustand. Und auch nach dieser Tour sind wir kaputt und nehmen zwei TucTuc. Auf unserer Wanderung durch El Gouna sehen wir an fast jeder Straßenecke freundliche Security. Wir fühlen uns sehr sicher und haben keine Bedenken, den Ort auf eigene Faust zu erkunden. Hier gibt es keine schlechten Gegenden. Klar, wer hier wohnt hat Geld. Hier gibt es keine Ghettos. Als wir nach dem Abendessen zum Zimmer gehen, begleitet uns ein süßer streuender Hund und weicht uns nicht von der Seite. Ein Wachmann sieht ihn und ruft Verstärkung. Hundi ist hier scheinbar nicht willkommen. Mich wundert auch, wie er auf das Gelände kommen konnte. Überall ist Wasser und es gibt nur zwei Brücken, die beide streng bewacht werden. Lustig ist auch, dass der Hund uns plötzlich verlässt und an dem Wachmann vorbei trottet, der sehr große Angst vor dem Hund hat und lieber ein paar Schritte zurück ins Blumenbeet macht. Ok, vor süßen Hunden kann uns DIESER Wachmann nicht beschützen :-) Abends geht es noch für einen Cocktail auf die Hotelterrasse, da der Livemusiker kaum einen Ton trifft, bleiben wir nicht lang....











 

Donnerstag, 11.April
 

Wir gehen heute früh weder Joggen noch ins Fitnessstudio, wir schlafen aus und gehen erst um 9 Uhr zum Frühstück. Danach an den Strand. Die Tourenverkäufer nerven weiter. Wir sind höflich und ignorieren sie nicht einfach. Wenn wir sagen, wir haben schon Touren gebucht, werden sie schlecht gemacht und natürlich ist ihre Tour viel besser und günstiger. Wenn wir sagen, wir wollen keine Tour machen, versucht man uns zu überreden, wie toll sie doch sind. Wir sollten sie einfach ignorieren....Nach dem Mittag werden wir vom Hotel abgeholt und es geht zur Quad-Safari nach Hughada. Rund um Hughada, bekommt der Spruch "Die Wüste lebt" eine ganz besondere Bedeutung. Überall Müllberge aus Plastik. Wir sind irritiert.... Zu Hause achten wir darauf, dass der Deckel der Zahnpasta richtig recycelt wird und hier schert man sich einen Dreck darum. El Gouna ist zum Glück eine Ausnahme.


Zur Quad-Tour: Ich habe im Vorfeld gefragt, ab wann Kinder allein fahren dürfen. Mir wurde gesagt, dass dies ab 14 der Fall ist. Vielleicht schon ab 12, wenn das Kind das Quad sicher steuern kann. Vor Ort wird uns gesagt, dass Kinder erst ab 16 allein fahren dürfen. Nico machen wir also schnell zwei Jahre älter und Felix darf nicht fahren. Wir beschweren uns und machen ihn 2 Jahre älter. Nun darf er eine Testrunde fahren. Er hat das Quad in Griff und trotzdem darf er nicht allein fahren. Wir fühlen uns betrogen, aber das kläre ich hinterher mit dem Veranstalter. Wir werden "genötigt" Kopftücher zu kaufen. Billige Meterware für 4 Euro das Stück. Wir starten zu unserer Privattour und fahren rund 1 Stunde durch die Sahara. Felix fährt beim Guide mit uns darf hin und wieder selbst fahren und steuern. Es ist schon recht schwierig , die schweren Maschinen durch das Gelände zu steuern und wir sehen ein,  dass es nichts für Felix gewesen wäre. Nach einer Stunde kommen wir an einem Beduinendorf an und da hört die "Privattour" auch quasi auf. Andere Quads und Jeeps kommen an und das Touriprogramm beginnt. Inkl. Kamelreiten.... es ist schon lustig und wenn wir schon Pauschalurlaub buchen, müssen wir auch solche Tourigeschichten mitmachen, auch wenn wir alle davon genervt sind. Auf dem Rückweg sind wir wieder allein und genießen die Fahrt durch die Wüste. Wir waren sehr naiv und haben wirklich erwartet, allein mit unserem Guide ein Beduinendorf zu besuchen und das Leben der Menschen kennen zu lernen. Jetzt haben wir nur ein Touriprogramm absolviert und nichts gelernt. Auch unsere Erwartung an die Wüste waren wohl naiv. Wir haben die Sanddünen erwartet, die man aus dem TV kennt. Hier ist es eher eine Steinwüste, aber das ist ok. Der Ausblick und die Weite sind trotzdem gigantisch. Nach der Tour werden wir noch zu einer kleinen Feier fahren, bei dem wir zu orientalischen Tänzen Barbecue bekommen.  Die Menschen sind alle freundlich und hilfsbereit, aber wir fahren lieber bald wieder nach Hause ins Hotel und sind froh, wieder nach den zwei Sicherheitskontrollen im sicheren Hotel zu sein.  Heute erwartet uns eine nette Überraschung auf dem Zimmer. Wir haben es heute mal für die Reinigung freigegeben und alle Klamotten, die die Kinder schon seit Tagen zusammenlegen sollen, liegen ordentlich auf dem gemachten Bett. Und besonders süß, die Plüschtiere von Felix liegen nett zurechtgemacht auf dem Bett und haben Kopfhörer auf. Auch unsere Sachen, die einfach so herumlagen, liegen fein ordentlich aufgeräumt auf dem Tisch. Besonders die Plüschtieraktion bestätigt uns darin, dass wir als "Hotelverweigerer" die richtige Anlage  ausgesucht haben. Die Mitarbeiter scheinen sich wohl zu fühlen und wir tun es auch.





















 


 

Freitag, 12.April
 

Wir starten sehr früh zu der privaten Fishingtour direkt am Hotel. 3 Leute kümmern sich um uns, einer davon ein Fotograf. Als wir losgefahren sind, fragt er uns, ob wir Fotos möchten. 40 Euro soll der Spaß kosten und das lehnen wir ab. Er scheint nicht sauer zu sein und betüttelt uns trotzdem weiter freundlich und fotografiert uns sogar mit unserer eigenen Kamera. So eine Privattour ist schon nett.... keine anderen Touris und die Guides kümmern sich gut um uns. Wir fahren zu einem Riff und dort werfen wir die Angeln aus. Der Guide fängt sofort zwei Fische, die einfach so in eine Kiste geworfen werden, in der sie wild zappeln. Wir versuchen den Leuten klar zu machen, dass wir das nicht möchten. Entweder Schlag auf den Kopf oder wieder rein ins Meer. Wir wissen nicht, was es für Fische sind. Einer ist sehr hübsch und bunt, der andere schwarz. Nach unserer Meinung beide zu klein zum Essen... Scheinbar haben die Jungs uns dann doch irgendwie verstanden....Die Fische kommen in einen Wassereimer und leben noch etwas weiter, bis sie irgendwann verschwunden sind. Wir bekommen nicht mit wohin.... Wir fangen nichts. Ich finde es nicht schlimm, die Kinder ärgern sich schon ein wenig. Wir können auch Schnorcheln, aber dazu hat heute niemand große Lust und morgen ist ja auch unsere Schnorcheltour. Wir genießen das schöne Wetter und liegen auf dem Dach des Bootes, als es plötzlich hektisch wird. Delfine!  Ein ganzer Schwarm tummelt sich rund um unser Boot. Delfine sind hier keine Seltenheit, aber auch nicht jeden Tag zu sehen. Nach rund 3 Stunden sind wir wieder zurück und verbringen den Nachmittag am Strand. Wir wählen zum Mittag das kleine Strandrestaurant. Irgendwann haben wir Lust auf Eis. Das gibt es leider nur im Restaurant der Poolanlage, zu der wir uns dann aufmachen. Wir kommen genau richtig. Die Animation läuft auf vollen Touren und die Menschen tanzen einstudierte Tänze zu den Sommerhits der letzten Jahre. Lustig. Stefan und die Jungs kannten so etwas bisher nur aus dem Fernsehen. Wir essen am Pool unser Eis und sind uns einig, dass so eine Poolanlage und auch die Animation nichts für uns ist und wir gehen wieder an den Strand und Schnorcheln am Hausriff. Wieder einmal ein tolles Erlebnis. Die lebenden bunten Korallen, die vielen tolle Fische... einfach nur traumhaft. Abends haben wir uns in einem anderen Restaurant angemeldet, dass auch im All-Inkl. Tarif inbegriffen ist. Davon gibt es hier 4 oder 5. Alle innerhalb von 10 zu Fuß zu erreichen . Wir gehen ins 1001 Orient, da es sehr schick und Nobel aussieht. Heute mal keine Schlacht am Büfett. :-)Aber vorher geht es wieder ins Fitnessstudio. Nicht lang, aber immerhin. Wir sind stolz auf uns :-)

Das 1001 Orient ist toll. Vor dem Restaurant wird sehr leckeres Brot in einem alten Steinofen gebacken, welches uns immer wieder den ganzen Abend über angeboten wird. Am Eingang werden wir sehr freundlich empfangen und erhalten ein furchtbares Begrüßungsgetränk. Irgendetwas mit Hibiskus....es schmeckt scheußlich. Es gibt ein 4 Gänge-Menü mit den landestypischer Speisen, in einem sehr schicken Ambiente. Nur das Dosenbier trübt etwas die Stimmung, aber dieses echte ägyptische Lager macht die ganze Sache eher lustiger. Später gehen wir zur Livemusik, die heute Abend viel besser ist. So gut, dass Meike und Stefan sogar auf die Tanzfläche gehen. Zum Glück sind Nico und Felix schon vorher verschwunden, weil die Musik ihnen nicht gefiel, denn sonst wäre es ihnen spätesten jetzt mit den tanzenden Eltern voll peinlich geworden :-)

Als die Livemusik vorbei ist und der DJ nur noch Clublieder auflegt, zu denen scheinbar jeder Hotelgast die Choreographie, nur Meike und Stefan nicht, gehen beide ins Bett.




















 

Samstag, 13.April

Der Veranstalter der Quadtour hat sich gemeldet und sich entschuldigt. Wir bekommen von den Kosten für Felix die Hälfte wieder, da er ja quasi nur Beifahrer war.  Er sagte, der Guide vor Ort hat Felix nicht fahren lassen, da er ihn vom Körperbau für einen 10jährigen gehalten hat. Das ist lustig, da Felix sehr groß ist und oft schon für 14 gehalten wird. Egal... Nachdem Nico und Meike gestern schon Probleme mit der Verdauung hatten, sind heute Felix und Stefan dran. Nicht schlimm, aber wir merken deutlich, das am Essen hier etwas anders sein muss. Wir haben uns mit irgendwelchen Darmbakterien aus der Apotheke darauf vorbereitet und wer weiß, wie wir uns ohne Vorbereitung jetzt fühlen würden. Zum Glück ist alles halb so wild und wir sind nicht eingeschränkt. Heute geht es zur Schnorcheltour, die wir auf Empfehlung von Corina bereits im Vorfeld gebucht haben. Diese Privattour bei der Tauchschule www.BlueBrothersDiving.com ist nicht günstig und unsere Erwartung entsprechend hoch. Aber schon das Briefing ist kein Vergleich zu der Tour von gestern. Wir lernen einiges über Delfine, mit denen wir heute schwimmen sollen und hier steht ganz klar der Tierschutz im Vordergrund. Auch die Ausrüstung ist professioneller und wir bekommen sogar einen Neoprenanzug. Der Guide, der deutsch spricht und der  Fahrer sind sehr nett, aber anders. Man merkt, dass die Touren der Tauchschule eine andere Qualität haben und man nicht darauf auf ist, möglichst viel Trinkgeld zu bekommen. Auch werden uns hier keine überteuerten Fotodienste angeboten. Mit einem Schnellboot geht es aufs rote Meer, leider versagt nach 20 Min. ein Motor und wir fahren mit halber Kraft weiter. An einem besonders schönen Riff angekommen, gehen wir mit dem Guide ins Wasser und erleben eine Traumwelt. Kein Vergleich zum Hausriff beim Hotel. Hier ist alles viel größer, abwechslungsreicher und bunter. Auch schwimmen hier viel mehr Fischschwärme umher und auch die Anzahl der Arten ist beeindruckend. Es ist einfach nur toll und wir haben alle viel Spaß. Leider halten sich die Delfine heute zurück, was aber nicht schlimm ist, da wir auch ohne Delfine von der Unterwasserwelt beeindruckt sind. Zurück in der Tauchschule erfahren wir, dass wir rund 80 Euro weniger bezahlen müssen, weil es eine Delfingarantie gibt und wenn die Tiere sich nicht blicken lassen, muss man auch nicht die volle Summe bezahlen. Das freut uns natürlich und wir investieren einen Teil des Geldes in T-Shirts als Andenken und lassen uns beraten, was ein richtiger Tauchschein kostet. Mit dem TucTuc geht es wieder ins Hotel und wir lassen den Abend ruhig mit Livemusik ausklingen, die aber nicht so prickelnd ist. Aber die Cocktails sind lecker... 





















 

Der Seeadler brütet an der Hafeneinfahrt...
 




 

Sonntag, 14.April

Unser letzter ganzer Tag in El Gouna, wir machen einen Strandtag, gehen noch mal Schnorcheln, die Kinder probieren StandUp-Paddeln aus und am späten Nachmittag geht es noch mal ins Fitnessstudio. Zum Mittagessen gehen wir nicht ans Büfett, sondern essen direkt am Strand an der kleinen Bar. Burger, Fish and Chips, Salat... Abends gehen wir auf die Hotelterrasse und genießen unseren letzten Abend bei einer netten Tanzshow und zu vielen Cocktails.






 

Montag, 15.April

Stefan geht sehr früh noch einmal eine Runde joggen. Gar nicht so einfach....die Cocktails von gestern Abend sind im Kopf noch spürbar und auch die Verdauung funktioniert besser als gewollt.Nach dem Frühstück gehen wir noch eine Abschiedsrunde durch die Anlage, Essen am Strand zu Mittag und werden dann vom Hotel abgeholt. Auf der Tour zum Flughafen holen wir noch andere Gäste ab. In El Gouna und auch in Hughada. Es sind teilweise furchtbare Hotels und wir sind sehr froh, dass wir im Sheraton waren. Am Flughafen ist es nervig. Sehr viele Kontrollen, sehr voll und dann hat unser Flug auch noch über eine Stunde Verspätung. Schade, so können die Kinder dem Sonnenuntergang nicht mehr sehen und fliegen wieder im dunkeln. Dafür besteigen wir das Flugzeug nicht über einen Gateway, sondern fahren mit dem Bus über das Rollfeld zur Maschine. In Nürnberg angekommen werden wir zum Langzeitparkplatz gebracht, wo wir nur die Koffer tauschen und dann mit dem Taxi zum Hostel fahren. Da es nur zwei Nächte sind, haben wir uns für das billigste Hostel entschieden, dass wir im Zentrum finden konnten. Eines der AO Kette. Bisher waren wir in kleinen besonderen Hostel und das AO ist natürlich ziemlich langweilig und ganz bestimmt nicht besonders, aber  wir sind überrascht. Netter unkomplizierter CheckIN, wir haben ein eigens Klo und Dusche und sogar Duschgel / Seife. Also eher Hotel als Hostel. Zum Glück hat das Zimmer Etagenbetten und auf dem Flur treffen wir Bagpacker. Sonst hätten wir vergessen, dass wir in einem Hostel sind.




 

Dienstag, 16.April
 

Das Hostel befindet sich sehr zentral am Hbf bzw. an der Altstadt. Daher sind wir schnell zu Fuß in er Einkaufsmeile und frühstücken gemütlich. Danach bummeln wir durch die Gegend und schauen uns die nettesten erreichbaren Ecken an und achten auf Geocaches. Nach einer Mittagspause im Hotel gehen wir noch mal los, essen Pizza und machen einen tollen Geocache, bei dem man erst ein Geschicklichkeitsspiel bewältigen muss. Da der Cache direkt vor einem Outdoorladen ist, gehen wir auch gleich ein wenig shoppen. Meike braucht ja ein neues Messer ;-)



 

Mittwoch, 17.April

Ein langweiliger Tag. Wir fahren mit U-Bahn und Bus zum Langzeitparkplatz und machen uns auf dem Weg nach Hause...


 


 


 

Fazit:
 

Stefan: Es war ein toller Urlaub! Wir haben viel erlebt und für mich als Hotel- und Tourimuffel war es das perfekte Hotel, die perfekte Anlage in der perfekten Region.

Eine sehr ruhige weitläufige Anlage. Nirgends und nie war es voll, obwohl das Hotel ausgebucht war. Sehr schöne Anlage mit vielen tollen Pflanzen und durchweg nettem Personal. Aber ich bin geizig, wenn es um Urlaub geht. Ich brauche nicht viel Geld um Urlaubsfeeling zu haben und ich darf nicht genauer darüber nachdenken, wie viel Geld wir für diesen Urlaub ausgegeben haben. Bereuen tue ich den Urlaub nicht, aber für das Geld hätten wir 4 Wochen Abendteuerurlaub in Norwegen machen können. Inkl. Bootstouren und Quadfahren. Ok, ohne das Schnorchelerlebnis, dass wirklich beeindruckend war. Die Hotelanlage war super, aber jetzt reicht es mir auch erst einmal mit dem Pauschalurlaub im Süden. Ich bin auch nicht der Typ, der sich im Urlaub erholen muss. Das brauche ich zum Glück nicht. Ich habe mein Leben so eingerichtet, dass ich mich auch zu Hause und im Alltag erholen kann :-). Auch fühle ich mich unter den anderen Touris unwohl und ich hasse das Fliegen. Nicht das Fliegen selbst, aber der ganze stundenlange CheckIN, CheckOUT, die zig Sicherheits- und Passkontrollen....furchtbar! Ich werde das Fliegen auf jeden Fall versuchen in Zukunft zu vermeiden. Auch der Flug selbst... mehrere Stunden wie im Viehtransporter zusammengepfercht, nicht mein Ding. Ich fand es auf jeden Fall sehr interessant, einen Pauschalurlaub zu erleben und vor allem die anderen Touris bei den Animationen usw. zu beobachten. Das ist eine Welt, die mir bisher unbekannt war und die ich auch so schnell nicht mehr erleben möchte. Vielleicht wenn ich älter bin und mit Meike allein irgendwo hin fahre, dann ist so ein All-Inkl. Paket in einem feinen Hotel ganz nett. 
Außerhalb vom El Gouna ist Naturschutz scheinbar ein Fremdwort für die Ägypter. Sie schützen ihr Land nicht. Da bin ich aus Norwegen und Schweden natürlich was ganz anderes gewohnt. Auf der anderen Seite weiß ich auch nicht, was rund um Hughada geschützt werden kann. Das Grün ist scheinbar alles für die Touris angelegt und was für Tiere und Pflanzen in der Steinwüste vorkommen, kann ich leider nicht sagen. Auf jeden Fall hat die Region ein Müllproblem. Die Straßen sind voll von Plastik und niemand scheint es zu kümmern... Aber ich werde mich immer gern an den Urlaub zurück erinnern. Er war schon etwas besonders und auch die Kinder haben viel erlebt, worüber sie noch lange sprechen werden. Was mir besonders aufgefallen ist: Als es wieder nach Hause ging, habe ich mich sehr auf Marxen gefreut. Vorher haben wir ja in Schenefeld gewohnt. Wenn da ein Urlaub vorbei war, hatten wir immer ein blödes Gefühl  im Bauch, weil es wieder nach Hause ging. Jetzt haben wir uns aber richtig wieder auf unser Dorf gefreut! Tja... wir in Marxen lebt, hat quasi das ganze Jahr über Urlaubsfeeling :-)
 


 

Die Hotelanlage:





Die Eingangshalle




 











Das Hauptgebäude von hinten mit der Hotelterrasse und dem "Weinboot"










 


 

 Unsere Zimmer:

Kinder:
 






 

Eltern:


 



Man beachte die dezente Silikonfuge am Klo :-)






 





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